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In Österreich führte ab 1872 der anhaltende Wertverlust der Silbermünzen zu den Goldmünzen zu einer Verringerung des Agios des Silbergeldes gegenüber dem Papiergeld, bis es sich 1878 in ein - ständig wachsendes - Disagio verwandelte. Dobla ist ein spanischer Ausdruck für Goldmünzen, der Begriff Disagio dagegen stammt aus dem Italienischen. Das Disagio als Differenzbetrag zwischen Darlehenssumme und Auszahlungssumme bezieht sich in der EU auf die Währung Euro, nicht Goldmünzen. Früher im Mittelalter wäre für eine Disagio die Währung Goldmünzen in Frage gekommen.
Goldmünzen spielen heutzutage keine Rolle mehr. Der Begriff Disagio ist jedoch erhalten geblieben und spielt im Kreditwesen eine große Rolle. Wenn als eine Privatperson einen Kredit bei einer Bank erhält, dann muss diese Summe zurückgezahlt werden. Allerdings bleibt es nicht bei dieser Summe, die der Kreditnehmer an den Kreditgeber zahlen muss. Hinzukommen des Weiteren Gelder, die beispielsweise die Zinsen oder die Verwaltungskosten umfassen. Und diese Differenz wird schließlich als Disagio bezeichnet.
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